Mönchspfeffer: Die wirkungsvolle Pflanze für die Frau

Bereits vor mehr als zwei Jahrtausenden wurde Mönchspfeffer als Heilpflanze genutzt – auch heute

Mönchspfeffer

Mönchspfeffer

noch greifen zahlreiche Frauen auf sie zurück, wenn sie unter prämenstruellen Beschwerden leiden. Mönchspfeffer hat jedoch noch weitere Anwendungsgebiete: ob bei Menstruationsproblemen, Unfruchtbarkeit, Brustschmerzen oder Wechseljahrsbeschwerden, die Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze bringen die Hormone wieder ins Gleichgewicht.

 

 

Wirkstoffe und Nährstoffe von Mönchspfeffer

Die Früchte der Pflanzen dienen als Arznei bei unterschiedlichsten Frauenleiden. In den Früchten sind zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe enthalten. Hierzu zählen:

  • ca. 0,15 % bis 1,8 % ätherische Öle
  • Iridoidglykosidewie Aucubin und Agnusid
  • bizyklische Diterpene wie Rotundifuran
  • Gerbstoffe
  • Triglyceride
  • Linolsäure
  • lipophile und hydrophile Flavonoide wie z. B. Castucin, Isovitexin, Orientin

Die ätherischen Öle setzen sich dabei u. a. aus Sabinen, 1,8 Cineol sowie alpha-Pinen zusammen.

 

Anwendungsgebiete von Mönchspfeffer

Mönchspfeffer

Mönchspfeffer

Es gibt eine Vielzahl von Beschwerden, die sich mit Mönchspfeffer-Präparaten behandeln lassen. Zu den möglichen Anwendungsgebieten der Pflanze zählen:

  • Probleme mit der Menstruation wie unregelmäßige, ausbleibende oder schmerzhafte Regelblutungen
  • menstruationsbedingte Unfruchtbarkeit
  • Prämenstruelles Syndrom
  • Frauenleiden, die vor dem Auftreten der Monatsblutung einsetzen wie Kopfschmerzen oder Migräne, Reizbarkeit, Unruhe oder Spannungsgefühle oder schmerzen
  • Unterleibsbeschwerden sowie andere Magen-Darm-Probleme
  • Brustschmerzen
  • Wechseljahrsbeschwerden

Aufgrund ihrer vielfältigen, wissenschaftlich bewiesenen Wirkung wird Mönchspfeffer bereits in einigen kassenzulässigen Medikamenten angeboten. Die guten Behandlungserfolge beruhen darauf, dass Mönchspfeffer ein Gleichgewicht im weiblichen Hormonhaushalt wiederherstellt.

 

Die Wirkung von Mönchspfeffer auf die Gesundheit

Durch welchen Inhaltsstoff genau die heilsame Wirkung des Mönchspfeffers erreicht wird, konnte bisher noch nicht vollständig geklärt werden. Mit Sicherheit weiß man jedoch, dass die Gesamtheit der enthaltenen Bestandteile auf die biochemischen Prozesse im weiblichen Körper Einfluss nimmt und somit den Hormonhaushalt stabilisiert.

In der Medizin ist bekannt, dass die Heilpflanze die Ausschüttung von Dopamin beeinflusst. Dieser Nervenbotenstoff besitzt eine motivations- und antriebssteigernde Wirkung. Ebenfalls wird durch den Einfluss auf das Dopamin die Freisetzung von Prolaktin gehemmt.

Die meisten Frauen mit Regelbeschwerden leiden nachweislich unter einem deutlich erhöhten Prolaktinspiegel. Als Folge können Brustschmerzen, Stimmungsschwankungen oder verstärkte Monatsblutungen auftreten. Sinkt das Prolaktin im Körper, wird u. a. die das Gelbkörperhormon Progesteron vermehrt produziert, was sich wiederum auf das prämenstruale Syndrom positiv auswirkt.

 

Zubereitungsarten von Mönchspfeffer

Mönchspfeffer-Körner

Mönchspfeffer-Körner

Mönchspfeffer kann in Form von Tee, Tabletten, Tropfen, Globuli oder Kapseln eingenommen werden. Die äußerliche Anwendung mit Salbe ist ebenfalls möglich. Die flüssige Form ist vorrangig der Tiermedizin vorbehalten. Speziell bei Pferden wird die Heilpflanze dem Futter zugesetzt, um Fruchtbarkeitsstörungen zu behandeln.

Wie der Name vermuten lässt, findet Mönchspfeffer auch in der Küche Anwendung. Die Pflanze verleiht den Gerichten eine leicht pfeffrige sowie herb-bittere Note und kommt vorrangig in der marokkanischen Küche vor.

Doch auch andere internationale Gastronomen nutzen sie mittlerweile vermehrt als Gewürz, um beispielsweise rustikale Gerichte mit Geflügel, Lamm und Gemüse zuzubereiten. Beim Kochen wird frischer Mönchspfeffer mit einem Mörser zermalen und abschließend nach dem Garvorgang auf die Speisen gestreut.

 

Anwendungsmöglichkeiten von Mönchspfeffer

Die im Handeln angebotenen Fertigarzneimittel wie Kapseln, Tabletten oder Tropfen, aber auch gepfefferte Speisen werden oral eingenommen. Ebenfalls eine äußerliche Anwendung ist möglich. In den Salben sind Anteile des pflanzlichen Wirkstoffs enthalten und können entzündungshemmend und juckreizstillend wirken.

 

 

Was es bei der Beschaffung von Mönchspfeffer zu beachten gilt

Mittlerweile gibt es ein vielfältiges Angebot an Mönchspfeffer-Präparaten. Die Auswahl in den Online-Shops ist dabei schlichtweg am größten. Grundsätzlich kann Mönchspfeffer ohne Rezept erworben werden. Jedoch sind die meisten Produkte apothekenpflichtig.

Sie sollten daher streng darauf achten, dass sie ausschließlich bei seriösen Anbietern kaufen. Entsprechende Käuferschutz-Siegel und Zertifizierungen geben hierüber Aufschluss. Zudem sollten stets ausreichend Informationen zum Heilmittel zur Verfügung gestellt werden.

Neben einer Produktbeschreibung sollte eine ausführliche Auflistung aller Inhaltsstoffe einsehbar sein. So können Kunden abschätzen, ob die Zusammensetzung gut verträglich ist. Beim Kauf sollte weiterhin darauf geachtet werden, dass die Präparate aus zertifiziert biologischem Anbau stammen.

 

Gegenanzeigen

Auf eine Einnahme von Mönchspfeffer sollte grundsätzlich bei einer Überempfindlichkeit verzichtet werden. Auch sollten sehr junge Frauen sowie Frauen während der Schwangerschaft und in der Stillzeit nicht mit dieser Pflanze behandelt werden.

Grund hierfür ist, dass schwangere Frauen wie auch Frauen in der Pubertät höchst sensibel auf hormonelle Umschwünge im Körper reagieren können, weshalb Mönchspfeffer in solch einem Fall ernsthafte Nebenwirkungen hervorrufen könnte. Weiterhin wird Frauen, bei denen Prolaktinome (gutartige Drüsengeschwulste) diagnostiziert wurden, von einer Behandlung abgeraten.

Ein Hypophysentumor stellt ebenfalls eine Kontraindikation dar. Leiden Frauen unter weiteren hormonbedingten Erkrankungen wie beispielsweise Brustkrebs sollte eine Einnahme ebenfalls nicht erfolgen, weil die Veränderung des Hormonspiegels eine Verschlechterung des Krankheitszustandes mit sich bringen könnte.

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Wissenschaftliche Studien

Zahlreiche Untersuchungen weltweit haben die positiven Auswirkungen von Mönchspfeffer auf die Gesundheit untersucht und bestätigt. So veröffentlichen Wissenschaftler aus den USA im Jahre 2008, dass typische Frauenbeschwerden wie schmerzende Brüste durch die Heilpflanze gelindert werden konnten (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2529385/).

Die Wirksamkeit beim prämenstrualen Syndrom bestätigten u. a. chinesische Forscher (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20334585). In einem Review australischer Forscher wurde ebenfalls der Erfolg bei der Behandlung von PMS und anderen Zyklus-Beschwerden bestätigt (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23136064).

Dass sich die Einnahme von Mönchspfeffer auf die Fertilität der Frau positiv auswirkt, fanden amerikanische Forscher heraus (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17211965).

 

Fazit

Mönchspfeffer-Produkte dienen in vielfältiger Hinsicht zur Unterstützung des weiblichen Hormonhaushaltes. Die Heilpflanze wird nicht nur als wirksame Therapiemöglichkeit bei prämenstrualen Beschwerden wie Unterleibs- und Kopfschmerzen sowie Übelkeit oder Gereiztheit eingesetzt.

Die Wirksamkeit konnte zusätzlich bei Brustschmerzen sowie bei Unfruchtbarkeit aufgrund hormonell bedingter Unregelmäßigkeiten bestätigt werden. Grund für diese heilsamen therapeutischen Effekte sind die zahlreichen Pflanzenstoffe, die in der Lage sind, auf natürlichem Wege hormonelle Dysbalancen im Körper auszugleichen.

Mönchspfeffer stellt somit ein Heilmittel dar, welches Frauenleiden effektiv lindern kann. Vor der Einnahme chemischer Arzneimittel empfiehlt sich daher die natürliche Behandlung mit dieser Pflanze, weil sie nicht nur den Symptomen entgegenwirkt, sondern effektiv die Ursache der Beschwerden harmonisierend beeinflusst

 

Diese Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschliesslich als Informationsquelle für Interessierte gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Die Informationen stellen auf keinen Fall einen Ersatz für Beratungen oder Behandlungen durch ausgebildete und anerkannte Ärzte oder sonstige nach deutschem Recht zugelassene Heilpersonen dar. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker. Wenn Sie sich tiefergehend über entsprechende Produkte informieren wollen, lassen Sie sich von einem Arzt oder Heilpraktiker beraten bzw. besorgen Sie sich weiterführende Fachliteratur.

Bildquellen

  • Moenchspfeffer: 123rf likelike
  • Mönchspfeffer: 123rf Mohammed Anwarul Kabir Choudhury
  • Moenchspfeffer-Koerner: 123rf Heike Rau
Mönchspfeffer

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